Verleihung zu dem 19. Deutschen Fernsehpreis 2018

Verleihung deutscher Fernsehpreis 2018
Magazin Die Dietrich/27.Januar 2018 Anuschka Wienerl

Die Dietrich war zu Gast, als am Am Freitagabend in Köln zum 19. Mal der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis verliehen wurde. Am selben Tag hatte die 14-köpfige Fachjury unter dem Vorsitz von „TV Spielfilm“-Chefredakteur Lutz Carstens die Preisträger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ermittelt.

Durch den Abend führte erneut Moderatorin Barbara Schöneberger. Doch obwohl es sich um den Fernsehpreis handelte, wird die Preisverleihung nicht im Fernsehen zu sehen sein. Das nutzte vor allem Moderator Frank Buschmann aus und erschien in anthrazitfarbener Jogginghose. Unangenehm war es ihm allerdings nicht: „Ich finde mich fast am besten gekleidet hier. Schwarzer Anzug kann jeder.“

Mehr in Schale geworfen hatte sich Schauspielerin Anna Schudt. Sie war für ihre Rolle der Gaby Köster im Film „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ als „Beste Schauspielerin“ nominiert, wodurch sie bereits ihr persönliches Ziel erreicht hatte. „Im Theater hat man direkten Kontakt mit den Zuschauern, sie klatschen oder eben nicht. Die Einschaltquoten beim Fernsehen sagen mir aber persönlich nichts, darum ist die Nominierung nun eine große Wertschätzung“, so die 43-Jährige. Die Trophäe musste sie allerdings an Kollegin Julia Jentsch abgeben.

Für eine Überraschung sorgte ein Preis für Boris Becker. Gemeinsam mit Matthias Stach bekam er den Preis für die „Beste Sportsendung“. Becker war allerdings nicht zugegen. Beide war letztes Jahr bei den Grand-Slam-Turnieren als Kommentatoren im Einsatz. Die Auszeichnung gab es für ihre außergewöhnlichen Leistungen während der US Open 2017.

Die Krimiserie „Babylon Berlin“ (SKY/ARD) gewann vier Auszeichnungen – unter anderem als „Beste Drama-Serie“.
Die Serie „4 Blocks“ (TNT Serie) gewann sogar in den Kategorien „Beste Regie“ und „Bester Schauspieler“. Letzterer ging an Schauspieler Kida Khodr Ramadan – den Mann mit dem kantigen Gesicht. Er widmet den Preis unter Tränen seiner Familie.

The Voice Of Germany beste TV-Show
In der Kategorie „Beste Unterhaltung Prime Time“ gewann die Musikshow „The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) seinen zweiten Deutschen Fernsehpreis. Der zweifache Comedypreis-Träger Luke Mockridge freut sich: Für „LUKE! – Die Woche und ich“ (SAT.1/Brainpool TV) erhielt der 28-Jährige den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Unterhaltung Late Night“.
Darüber hinaus wurden zwei Förderpreise verliehen. Der Ehrenpreis der Stifter ging an Thomas Gottschalk (Laudator nannte ihn den „letzten großen Entertainer, den dieses Land hat“.) Als Thomas Gottschalk (67) mit dem Deutschen Fernsehpreis in den Händen auf der Bühne steht, fehlen eigentlich nur noch eine Couch und Gummibärchen. „Danke sehr!“ „Danke!“, „Hört auf, Mensch!“ beruhigt der Showmaster das Publikum im Saal.

Mischung aus Spontanität und Seriösität
Grund zum Feiern hatte an diesem Abend aber vor allem einer: Thomas Gottschalk wurde von der 14-köpfigen Jury mit dem Ehrenpreis der Stifter geehrt. Für seine Fähigkeit als Entertainer und die unnachahmliche Mischung aus Spontaneität und Seriosität.

Nach der Verleihung ging es auch für uns mit anderen Gästen, wie den Moderatoren Jan Böhmermann und Joko Winterscheidt, Marietta Slomka (die ebenfalls einen Preis erhielt) und Birgit Schrowange, den Schauspielern Christian Ulmen, Fahri Yardim, Pheline Roggan sowie Regisseur Tom Tykwer oder Komiker Faisal Kawusi, die Aftershowparty.

Die Preisträger
Beste Schauspielerin: Julia Jentsch in „Das Verschwinden“
Bester Schauspieler: Kida Khodr Ramadan in „4 Blocks“
Bester Fernsehfilm: „Eine unerhörte Frau“ (ZDF/Arte)
Beste Sportsendung: Boris Becker und Matthias Stach für ihre Kommentare bei den US-Open (Eurosport)
Beste Moderation Information: Marietta Slomka („heute journal“, ZDF)
Beste Comedy: „extra 3“ (ARD/NDR)
Beste Moderation Unterhaltung: Michael Kessler (ZDFneo)
Nachwuchspreis: Fabian Köster (ZDF) und Louis Klamroth (n-tv)
Beste Late Night: Luke – die Woche & ich (Sat.1)
Beste Moderation Unterhaltung: Michael Kessler (ZDFneo)
Bester Mehrteiler: „Brüder“