Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2017

21.Januar 2017

Magazin Die Dietrich – Anuschka Wienerl

Die Dietrich war zu Gast Live dabei als zum 38. Mal am Freitagabend im Münchner Prinzregententheater die Bayerischen Filmpreise verliehen wurden.Die beiden Filme „Willkommen bei den Hartmanns“ sowie „Toni Erdmann“ wurden dabei doppelt geehrt und ein Film, der zu großen Teilen in Bayern entstanden ist, erhielt einen Sonderpreis.

 „Willkommen bei den Hartmanns“ und „Toni Erdmann“ räumen Preise ab

Die Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ wurde mit dem wichtigen Produzentenpreis ausgezeichnet. Der Film greife „das in Deutschland allgegenwärtige Flüchtlingsthema temporeich und humorvoll, immer aber auch mit einem kritischen Blick“ auf, teilte die Jury am Freitag vor der Preisverleihung mit. Der Produzentenpreis ist mit 200 000 Euro dotiert. Der Film gewann außerdem die Online-Abstimmung für den diesjährigen Publikumspreis. „Das ist sehr berührend, denn es ist ein ehrlicher Preis, der kommt direkt aus den Kinosälen“, sagte Regisseur Simon Verhoeven in seiner Dankesrede.

Zu den Gewinnern des Abends gehört auch der Film „Toni Erdmann“: Schauspielerin Sandra Hüller erhielt den Preis als beste Darstellerin, Maren Ade für die Regie. Letzterer ging außerdem an vier weitere Regisseurinnen – einer der Höhepunkte der Gala. „Nur 15 Prozent aller Kinofilme in Deutschland werden von Frauen gedreht“, sagte Regisseurin Caroline Link in ihrer Laudatio für diesen Preis. Das Publikum bejubelte die Auszeichnung von gleich fünf Frauen als Zeichen für die Gleichberechtigung in der Filmbranche.

Theaterschauspieler Bruno Ganz bekommt Ehrenpreis

Die Jury vergab in diesem Jahr zudem einen Sonderpreis an die Macher von „Snowden“. Zur Begründung hieß es, der Film sei „ein hervorragend gemachter Politthriller“, der zudem zu großen Teilen in Bayern entstanden sei.

Den Preis für den besten Darsteller erhielt Jörg Schüttauf für seine Rolle in „Vorwärts immer“, auch Regisseurin Franziska Meletzky erhielt für die DDR-Komödie einen Preis. Die besten Nachwuchsdarsteller sind Lea van Acken („Das Tagebuch der Anne Frank“) und Jannis Niewöhner („Jonathan“ und „Jugend ohne Gott“). Als bester Jugendfilm wurde das Roadmovie „Tschick“ ausgezeichnet.

Bruno Ganz gehört ebenfalls zu den großen Gewinnern des Bayerischen Filmpreises. Der Film- und Theaterdarsteller (75) wurde vom Publikum mit stehenden Ovationen beklatscht, als er am Ende der Gala den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten erhielt. „Fulminant war schon Ihre Theaterkarriere, und einzigartig ist Ihr Wirken auf der Leinwand. Sie haben die wunderbare Gabe, uns Zuschauer sofort in ihren Bann zu ziehen“, sagte Bayerns Medienministerin Ilse Aigner (CSU) in ihrer Laudatio. Ganz zeigte sich sichtlich gerührt und genoss den langanhaltenden Applaus im Münchner Prinzregententheater.

16114900_1323385871017610_454527558367511497_n 16195759_1323385814350949_2907353982557811616_n 16195244_1323386341017563_2194863552734211427_n 14723715_190198121456372_1850392960475070464_n 16110156_229387500852000_3463323900778119168_n 16110595_627073477493504_1854525487812968448_n 16110704_1910604412503753_7669417281062961152_n 16123240_1406568226020253_125512233017933824_n 16124096_157694391388223_369318589901045760_n broadcastimage-52320~_h-360_v-img__16__9__xl_w-640_-6ecbffbf3dd98a5c8156e3adec8a912f72d7fccc