Interview Schauspielerin Anna Unterberger

Die Dietrich/ Ramona Haas 13.August2018

Die Dietrich traf Anna Unterberger bei der Gundermann Filmprämiere in der Lichtburg in Essen.

Interview

R.: Hallo, nochmal.

A.: Hallo.

R.: Wie hat Ihnen denn die Arbeit mit dem Film gefallen? Also die Dreharbeiten? Wie war es?

A.: Es war ein Geschenk. Mit Andreas zu arbeiten, mit Alexander Scheer zu arbeiten, dieses Buch … toll.

R.: Allein die Geschichte ist schon etwas ganz anderes, im Vergleich zu dem, was man ansonsten so sieht. Was war denn das, was es für Sie ausgemacht hat? Der Film? Die Geschichte?

A.: Naja, das war alles zusammen. Es war ja auch sehr speziell, weil das Buch in zwei verschiedenen Zeiten spielt und dieser Sprung immer hin und her, auch während den Dreharbeiten, sich immer neu in die andere Zeit hineinzuversetzen … und was natürlich auch sehr besonders war, ist das Conny Gundermann lebt. Ich habe mich mit ihr getroffen und ich habe mich von Anfang an sehr gut mit ihr verstanden. Ich habe das auch als Geschenk aufgefasst diesen Menschen kennenzulernen.

R.: Das hat es dann mit Sicherheit auch einfacher gemacht ein Gefühl für die Rolle zu bekommen oder?

A.: Naja, beides, also natürlich muss ich meine Conny spielen. Das wusste sie aber auch. Das wusste ich auch. Ich kann jetzt nicht sie spielen. Ich musste für mich natürlich eine fiktive Conny schaffen. Aber es hat mir natürlich geholfen. Sie hat von ihrem Leben erzählt. Sie hat mir praktisch auch ein Stück Arbeit genommen. Ich musste dieses Leben nicht mehr erfinden, was man sonst immer muss, wenn man sich für eine Rolle vorbereitet.

R.: Gundermann ist ziemlich jung gestorben. Wenn Sie so jung sterben würden, was würden Sie noch machen? Was würden Sie hinterlassen wollen?

A.: Hinterlassen? Etwas zu hinterlassen… habe ich eigentlich kein Bedürfnis. Ich habe das Bedürfnis, wenn ich im Sterbebett liege und zurückschaue, dass ich dann sage:“Anna, hast du gut gemacht.

R.: Natürlich. Dann Dankeschön.

A.: Ich danke.