Der Sternenmann

Buch von Max von Thun

Die Dietrich 04.September 2018 – Anuschka Wienerl

An diesem Wochenende ging die HomBuch, die größte saarländische Buchmesse in die bereits 8. Auflage.

Zu Besuch Schauspieler Max von Thun der uns und dem Puplikum in einer Lesung sein Kinderbuch „Der Sternenmann“ vorstellte.
Im Anschluss an Lesung und Autogrammstunde (zu der auch die kleinsten Leser) gekommen waren, trafen wir Max zum Interview und plauderten über sein Erstlingswerk „Der Sternenmann“ und seine Zukunftspläne als Autor.
Vielen Dank Max wir hatten Großen Spaß und wünschen Dir ein gute Heimreise nach München .

„Der Sternenmann“ ist eine ganz besondere Gute-Nacht-Geschichte mit liebevollen Illustrationen und einer rührenden kurzen Abenteuer Geschichte.
Das Buch öffnet Kindern Türen zur Welt, weitet den Horizont, kann einen zum Lachen oder Weinen bringen, berühren und fesseln. Der Sternemann können wir beste Freunde werden?

Darum geht´s in der „Sternenmann“

Wieso scheinen eigentlich in jeder Nacht so viele Sterne am Himmel? Kleine und große, so viele verschiedene Sterne?             Max von Thun, Schauspieler, Moderator, Musiker und jetzt auch Kinderbuchautor hat mit seinem Erstlingswerk  „Der Sternenmann“ diese Fragen für alle neugierigen Kinder, Eltern und Interessierte beantwortet. Nachts verlässt der Sternenmann sein Häuschen, damit auch jeder Stern seinen Platz am Himmel findet und dort so hell strahlt, wie er nur kann. Doch eines Nachts fehlt ein Stern, der kleinste, und der Sternenmann begibt sich sofort auf die Suche nach ihm…

„Für Leo – von Papa“ – so steht es auf der ersten Seite. Denn entstanden ist das Buch aus einem Schlaflied, „Das Lied vom Sternenmann“, welches von Thun selbst für seinen Sohn komponierte und auch im Buch zu finden ist.   Liebevoll erzählt er die Geschichte vom Sternenmann für seinen Sohn und wird dabei von den bezaubernden Illustrationen Marta Balmasedas begleitet.
Max von Thun gelingt es mit seinem Debut eine rührende Geschichte zu erzählen und dabei fehlt es auch an keiner Message, die sich jeder mal zu Herzen nehmen sollte. Denn jeder Stern, egal wie klein oder wie groß, ist etwas ganz Besonderes. Auch der kleinste Stern wird geliebt und vermisst. Nicht alle Sterne sind gleich, aber er ist trotzdem genauso wichtig wie die großen Sterne und obwohl dies oft vergessen wird, ist es doch auch mit uns Menschen so. Der Sternenmann schickt uns eine wirklich schöne Botschaft, die wir unseren Kindern gerne mit auf den Weg in das Land der Träume geben.

DIE DIETRICH: Es gibt Bücher, die ein absolutes Must-Have im Kinderbuchregal sind. „Der Sternenmann von Max von Thun“ gehört definitiv dazu.

Wer seine Kinder oder auch sich selbst von Max von Thun persönlich in den Schlaf singen lassen möchte,
der findet
„Das Lied vom Sternenmann“ als Download auf www.arsedition.de/sternenmann.

Interview mit Max von Thun „Zu neuen Abenteuern“ auf den
Spuren von Piraten

Die Dietrich- 03.September 2018 Ramona Haas

RH: Du bist vom Schauspieler, Moderator und Musiker jetzt auch noch zum Kinderbuchautor geworden. Wie kamst du zu der Idee mit dem Sternenmann?

MvT: Es fing mit Schlafliedern an, die ich für meinen Sohn zuhause aufgenommen habe. Die hat er gehört, wenn ich irgendwo beim Drehen unterwegs war. Eines Abends lief in seinem Zimmer die Schlafmusik und da habe ich den Sternenmann nochmal gehört und mir gedacht: „Daraus müsste man doch eigentlich noch eine Geschichte schreiben.“ Ich habe dann innerhalb von circa 20 Minuten den ersten Entwurf geschrieben. So ging das los, völlig ohne Ambitionen und ohne einen Gedanken, dass das veröffentlicht werden könnte. Ich fand es lustig für meinen Sohn und dachte, wenn er schon Schlaflieder hat, dann kann er genauso gut Schlafgeschichten haben. Dann habe ich es an zwei Verlage geschickt und der erste, „arsedition“, hat gleich gesagt „Das machen wir.“

RH: Und wie gefällt dir die neue Erfahrung?
MvT: Das war heute meine erste Lesung mit einem eigenen Buch. Deshalb war ich ein bisschen aufgeregt. Ich dachte auch, es kommen vielleicht ein paar mehr Kinder. Es waren sehr viele Erwachsene da und dazwischen zwei, drei Kinder. Aber es ist lustig, irgendwie ein schräges Gefühl. Etwas, das man eigentlich nur für seinen Sohn gemacht hat ist jetzt plötzlich im Handel erhältlich und Menschen kommen, hören zu und geben danach ein Feedback. Als Autor müsste ich jetzt mit Pfeife rauchen anfangen. Aber soweit bin ich noch nicht.

RH: Vielleicht beim nächsten Buch?
MvT: Ja, genau.

RH: Also kannst du dir vorstellen, dass auf den Sternenmann noch weitere Bücher folgen?

MvT: Ich habe mit einem Kinderroman angefangen, aber ich habe festgestellt, dass dieser sich ziemlich komplex gestaltet. Irgendwann habe ich mich selbst dabei ertappt wie ich mir Ideen von Klassikern geborgt habe, das erschien mir doch zu dreist. Deshalb habe ich dann aufgehört. Aber ich kann mir schon vorstellen weiter zu schreiben. Eigentlich sehe ich mich unter Palmen mit einem Block. Das stelle ich mir als mein Büro der Zukunft vor. Ich bin völlig unabhängig, verdiene so meinen Lebensunterhalt und mache gleichzeitig etwas für meinen Sohn. Cooler geht es eigentlich gar nicht. Der Verlag hat mich schon gefragt, ob ich einen zweiten Teil schreiben würde und ich habe auch Ideen für andere Geschichten. Dazu würde ich mich wahnsinnig über den Sternenmann als Hörbuch freuen. Da würde ich dann auch gerne die Schlaflieder mit anfügen. Ich habe meinem Sohn versprochen, wenn das richtig einschlägt, dann kaufen wir uns eine Yacht, aber da sind wir noch weit von entfernt.

RH: Und dann kann dein Arbeitsalltag in einer Hängematte unter Palmen stattfinden.

MvT: Dann fahre ich mit dem Schiff von Insel zu Insel und schreibe Kinderbücher. Der Roman ist auch irgendwo zwischen „Moby Dick“, „Der Schatzinsel“, „Robinson Crusoe“ und „Der Graf von Monte Christo“. Dafür würde es sich anbieten auf karibischen Inseln auf den Spuren von Piraten zu schreiben. Auf dem Schenkel einheimische gerollte Zigarren und dann trinkt man Cuba Libre. Hemingway-Style …

RH: Kannst du dir vorstellen, dass aus dem „Sternenmann“ mal ein Film oder eine Kinderserie wird?

MvT: Da ich vom Film komme war es mir sehr wichtig, dass ich in dem Vertrag, den ich mit dem Verlag abgeschlossen habe, die Filmrechte behalte. Ich habe auch schon im Spaß zu einigen Produzenten gesagt, dass sie sich jetzt ruhig mal langsam für Gespräche bewerben können. Aber wenn man ernsthaft davon ausgeht, dass man etwas macht, weil man seinem Sohn eine Freude machen will und daraus entsteht ein Schlafliedalbum, ein Hörbuch und ein Animationsfilm und irgendwann Merchandising Produkte… Also wenn es nach mir geht, wird „Der Sternenmann“ selbstverständlich verfilmt. Aber soweit sind wir noch nicht.

RH: Das kann ja noch kommen.

MvT: Ja, das kann noch kommen. Die zweite Auflage ist nach ziemlich kurzer Zeit schon rausgegangen und jetzt wurde schon die dritte bestellt. Ich weiß nicht, ab wieviel verkauften Exemplaren jemand sagt: „Momentmal, da müssen wir ja praktisch einen Film draus machen!“ Denn ich habe letztes Jahr „Benjamin Blümchen“, einen Kinofilm, gedreht und bei dem hat es 40 Jahre gedauert bis ein Film entstanden ist. Das wird bei mir knapp, weil ich dann ziemlich alt bin und den Sternenmann zumindest nicht mehr selbst sprechen kann. Aber ich würde mich in keinster Weise wehren, wenn jemand sagt: „Hey, lass doch mal einen Film machen!“

RH: Wieviel bekommt dein Sohn von der Veröffentlichung mit?

MvT: Ich habe dem Kindergarten ein Exemplar geschenkt und „Der Sternenmann“ wurde dann in der Gruppe gelesen. Auf der ersten Seite ist eine Widmung „Für Leo – von Papa“ und da war Leo auch sehr stolz. Nur habe ich damit ein bisschen die Kurse ruiniert, weil Kinder zuhause ihre Eltern gefragt haben, wann sie denn ihr eigenes Buch bekommen, was natürlich nicht so schön ist, wenn Eltern das gar nicht im Sinn haben.

Mittlerweile hört Leo aber auch schon andere Sachen beim Einschlafen,  das fällt mir langsam schwer. Irgendwann ist er natürlich auch zu alt dafür. Deshalb muss ich mich mit ihm weiterentwickeln um weiter für ihn Sachen zu machen. Aber was er immer cool fand ist, dass ich einen Beruf ausübe, in dem das Wort „spielen“ vorkommt. Kinder spielen und Erwachsene spielen eigentlich nicht mehr, die gehen arbeiten. Aber das jemand den Quatsch, den man im Kinderzimmer anfängt, wenn man einen Holzstock nimmt und sagt: „Ich bin ein Ritter!“, später beruflich macht, ein richtiges Schwert von der Requisite in die Hand gedrückt bekommt, eine Rüstung trägt und plötzlich sagt: „Ich bin ein Ritter!“. Das findet er echt cool und mir ist dann auch bewusst geworden, wie cool das wirklich ist. Aber ich bin auch ganz anfällig für diese Sachen. Ich hatte nie eine Carrerabahn, aber wollte immer eine haben und ich weiß jetzt schon, dass er die wahrscheinlich schon zu Weihnachten bekommt, weil ich es nicht mehr lange ohne aushalte.

RH: Dann bekommst du sie auch endlich.

MvT: Mein Sohn sagt immer: „Mein Papa macht immer Quatsch.“ oder erzählt im Kindergarten ganz stolz: „Mein Papa arbeitet ganz wenig.“. Ich versuche wirklich so viel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen. Nur wenn man zu viel Quatsch macht, ist man irgendwann vielleicht nicht mehr die komplette Autoritätsperson, aber noch klappt es ganz gut. Man muss dann einmal kurz ein bisschen strenger schauen und hoffen, dass er nicht dabei lacht. Aber es macht auch unglaublich viel Spaß mit einem fünfjährigen am Tisch zu sitzen und mit ihm zu reden, weil er schon so lustige Weltansichten, Theorien und Lösungen für große Probleme unserer Zeit entwickelt.

AW: Und du hörst ihm auch zu.

MvT: Ich finde das auch sehr wichtig. Ich sage ihm, du kannst alles sagen. Es kommt immer auf den Ton an. Wenn du höflich bist, kannst du alles sagen.

RH: Dann bedanken wir uns für das Interview und drücken die Daumen, dass es mit dem Sternenmann auch weiter so gut läuft.

MvT: Ich danke.

Veranstaltungen/Lesungen von Max von Thun und “ Der Sternenmann“

Max von Thun liest aus dem „Sternenmann“
Mittwoch, 26.09.2018, 16:00 Uhr
Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH
Bahnhofstr. 16, 36037 Fulda

Max von Thun liest auf der Frankfurter Buchmesse im „Lesezelt“
Freitag, 12.10.2018, 16:00 Uhr
Frankfurter Buchmesse, Frankfurt am Main

Max von Thun beim Stieglitzer Literaturfest
Samstag, 17.11.2018, 16:00

Max von Thun bei der Münchner Bücherschau
Sonntag, 25.11.2018, 15:00, Am Gasteig

Max von Thun, Marta Balmaseda

Der Sternenmann Ab 3 Jahren /15,00 € [D] / 15,50 € [A]
Erschienen am 16.07.2018
ISBN: 978-3-8458-2524-3

https://www.arsedition.de/produkte/detail/produkt/der-sternenmann-8026/