CHIO Aachen 2019

Noch 7 Tage bis zur Glamourösen Eröffnung des CHIO Aachen 2019

Magazin Die Dietrich – Anuschka Wienerl / 10.July 2019
Der CHIO in Aachen gilt als das Wimbledon des Pferdesports. Ab dem 12.July 2019 treffen sich die besten Reiter der Welt.
Das Springreiten hat in der Aachener Soers eine lange Tradition. Bereits seit vielen Jahren trifft sich hier die internationale Elite des Springsports, um um die begehrten Siegestitel des CHIO Aachen zu reiten. In der einzigartigen Atmosphäre des Hauptstadions können rund 40.000 Zuschauer verschiedene nationale und internationale Springprüfungen verfolgen – hier ist für jeden etwas dabei.
Marcus Ehning ist cool. Beim CHIO in Aachen (12. bis zum 21. Juli) geht der Westfale seit nun fast 20 Jahren an den Start. Und auch in diesem Jahr ist er wieder gesetzt. Als sichere Konstante für das deutsche Team. So gab es Bundestrainer Otto Becker bekannt. Von Nervosität zeigt sich bei Ehning noch keine Spur. „Ich bin jetzt schon so lange in Aachen dabei und kann die Woche genießen. Die Anspannung ist nicht mehr ganz da“, sagt der Springreiter. Dem Publikum wolle er aber nach wie vor etwas bieten. „Nach den Erfolgen vom letzten Jahr ist die Motivation riesig. Das zu toppen geht glaube ich kaum. Das letzte Jahr war einfach ein Traum.“
2018 war sein perfektes Aachen-Jahr. Zwölf Jahre nach seinem ersten Sieg gewann Ehning zum zweiten Mal den Großen Preis von Aachen. Mit der Mannschaft konnte er den begehrten Nationenpreis mit seinem Pferd Pret a Tout gewinnen. Der Siegesritt war unvergesslich. Ehning musste fehlerfrei bleiben für den Sieg. Die Anspannung im Publikum war zu greifen. „Der Druck war groß. Aber zwischen Start und Ziel muss man das ablegen und versuchen sein Bestes zu geben. Ich war einfach froh, dass es geklappt hat, grade hier in Aachen“, blickt Ehning zufrieden zurück.
CHIO Aachen 2019: Springreiter-Nationenpreis mit Ahlmann und Deußer

Im Rahmen der Pressekonferenz im Vorfeld des CHIO Aachen wurde bekannt gegeben, welche Springreiter die deutschen Farben beim Nationenpreis in der Soers vertreten dürfen. Es dürfte des Bundestrainers Traumaufstellung sein.
Aachens Turnierleiter Frank Kemperman hatte bei der CHIO-Pressekonferenz in Absprache mit Bundestrainer Otto Becker die fünf Nationenpreisreiter für Deutschland am Donnerstag, 18. Juli, bekannt gegeben: Christian Ahlmann, Simone Blum, Daniel Deußer, Marcus Ehning und Maurice Tebbel an.

Für Ahlmann und Deußer wird es ein Comeback im roten Rock. Sie hatten ja nach dem Nationenpreis-Finale in Barcelona die Athletenvereinbarung des DOSB nicht mehr unterschrieben, gehörten darum nicht mehr zum Kader und konnten so nicht mehr für Deutschland reiten. Das ist nun Geschichte. Die Tinte ist trocken und Ahlmann und Deußer bereit.
Marcus Ehning wird übrigens nicht Pret a Tout reiten, mit dem er im vergangenen Jahr sowohl den Nationen- als auch den Großen Preis von Aachen gewann. Der Franzose ist nach seiner Verletzung im Frühjahr zwar wieder im Training, aber Aachen käme zu früh. Stattdessen kommt Ehnings selbst gezogener Funky Fred zum Einsatz. Ebenfalls mitnehmen will Ehning Cornado oder Comme il faut. Das hat er noch nicht entschieden.
Auch wenn er nicht mehr Teil der FEI-Serie ist, für die Deutschen ist der Nationenpreis in Aachen ein Highlight im jährlichen Turnierkalender. Dreimal haben sie ihn nun hintereinander gewinnen können, 2016, 2017 und 2018.
Weitere Springreiter für Deutschland
Außer den Nationenpreisreitern dürfen die folgenden für Deutschland in den Parcours der Soers reiten (alphabetisch): Sandra Auffarth, Ludger Beerbaum, Felix Haßmann, Laura Klaphake, Christian Kukuk, Janne Friederike Meyer-Zimmermann, Gerrit Nieberg, Sven Schlüsselburg, Hendrik Sosath, Jörne Sprehe, Patrick Stühlmeyer, André Thieme, Philipp Weishaupt und Jan Wernke.
Dressur
Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu schickt die folgenden Paare in die O-Tour des Dressurstadions: Isabell Werth mit Bella Rose (Emilio in der 4-Tour), Dorothee Schneider mit Showtime (Sammy Davis Jr. in der 4-Tour), Jessica von Bredow-Werndl auf Dalera BB (Zaire in der 4*-Tour) und Helen Langehanenberg mit Damsey (Vayron in der kleinen Tour).
In der Vier-Sterne-Tour sind genannt (alphabetisch): Anna-Christina Abbelen auf Henny Hennessy, Matthias Bouten mit Boston, Jill de Ridder mit Whitney, Ingrid Klimke auf Franziskus, Sönke Rothenberger mit Cosmo, Hubertus Schmidt auf Escolar und Benjamin Werndl auf Daily Mirror.
Vielseitigkeit
Das Buschteam setzt sich zusammen aus Andreas Dibowski und Corrida, Michael Jung mit Chipmunk oder Star Connection, Ingrid Klimke mit Hale Bob und Julia Krajewski auf Samourai du Thot.

Neben diesen vier reiten für Deutschland Sandra Auffarth mit Viamant du Matz, Kai Rüder auf Colani Sunrise, Dirk Schrade mit Unteam de la Cense, Anna Siemer mit Butt’s Avondale, Josefa Sommer und Hamilton sowie Peter Thomsen auf Casino.