Bayerischer Filmpreis 2020


Die Dietrich-Anuschka Wienerl/18. Januar 2020

Promi-Auflauf in München: Zum 41. Mal ist der Bayerische Filmpreis verliehen worden. Die Dietrich war auch in diesem Jahr zu Gast beim Bayrischen Filmpreis und feierte bis um 02.00 morgens im im Prinzregententheater München mit.

Am 17. Januar 2020 trifft sich im Prinzregententheater München die Prominenz aus Film, Fernsehen und Politik zur Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2019.
Der Bayerische Filmpreis gehört zu den wichtigsten Preisen im deutschen Filmbusiness, und die Verleihung in München ist ein Muss für Schauspieler, Filmemacher und Produzenten.
Beim Bayerischen Filmpreis gibt es in diesem Jahr besonders viele Gewinner. Nicht, weil es mehr Kategorien als zuvor gibt, sondern weil die Jury die Preise in gleich zwei Kategorien diesmal aufgeteilt hat.
Das Erfolgsduo Bora Dagtekin und Lena Schömann, das bereits in den Filmen „Türkisch für Anfänger“ oder die „Fack ju Göhte“-Reihe zusammengearbeitet hat, konnte sich über eine Hälfte des Produzentenpreises (100.000 Euro) für den Film „Das perfekte Geheimnis“ freuen. Die zweiten 100.000 Euro in der am höchsten dotierten Kategorie gingen an Peter Hartwig und die Brüder Jonas und Jakob D. Weydemann für ihren viel gelobten Film „Systemsprenger“.
Auch der Preis für den besten Darsteller wurde in diesem Jahr aufgeteilt und ging an die Film-Kollegen Bjarne Mädel und Lars Eidinger für ihre Rollen in „25 km/h“. Als beste Darstellerin wurde Anne Ratte-Polle für ihre Rolle in „Es gilt das gesprochene Wort“ ausgezeichnet.


Preis und Küsschen für Lindenberg-Darsteller

Ein Küsschen vom echten Udo für den Udo aus dem Film: Einen Tag nach dem Kinostart von «Lindenberg! Mach dein Ding» hat der Schauspieler Jan Bülow schon einen Preis für seine Rolle als Udo Lindenberg bekommen. Der 23-Jährige wurde am Freitag beim Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller geehrt. Der 73 Jahre alte Lindenberg selbst überreichte die Auszeichnung am Abend – und gab dem Film-Udo auf der Bühne ein Küsschen.

Der 73 Jahre alte Lindenberg selbst überreichte die Auszeichnung am Abend – und gab dem Film-Udo auf der Bühne ein Küsschen.
Vor Beginn der Preisverleihung hatten die beiden in inniger Umarmung posiert – der echte Udo wie gewohnt in schwarzer Kluft, mit Hut und Zigarre. Sein Alter Ego trug einen rosa Anzug mit rotem Pulli.
„Es wurde ganz Deutschland abgecastet und irgendwann kam uns der Vogel da zugeflogen“, berichtete Lindenberg. Und: „Wir sind uns sehr ähnlich. Es ist wie die Wiederbegegnung zweier Jahrhunderte alter Seelen. Eine Art Inkarnation.“

Der Bayerische Filmpreis wurde zum 41. Mal verliehen. Weitere Preise gingen an „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (Bester Kinder- und Jugendfilm), „Zoros Solo“ (Bestes Drehbuch), „Deutschstunde“ (Beste Bildgestaltung)und „Nur eine Frau“ (Beste Regie). Zusätzlich wurde der Schauspieler Heiner Lauterbach (66) mit dem Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten geehrt.


Beste Schauspielerin: Anne Ratte-Polle
Ratte-Polle gibt darin die selbstbewusste, unabhängige Frau, die ihre Freiheit und Affären genießt – bis sie an Brustkrebs erkrankt und ihr Leben gründlich in Frage stellt. In dieser Phase macht sie einen Deal mit einem jungen Türken, dem sonst die Abschiebung drohte: Sie geht eine Scheinehe mit ihm ein, einfach weil sie ihm helfen will.

Beste Darsteller: Bjarne Mädel, Lars Eidinger
In der Kategorie „Beste Darsteller“ ging der Bayerische Filmpreis gleich an zwei Schauspieler: an Lars Eidinger und Bjarne Mädel. Die beiden spielen im Roadtrip „25 km/h“ zwei voneinander entfremdete Brüder, die sich nach dem Tod des Vaters für eine Reise zusammen tun.


Als beste Nachwuchsdarsteller*innen sind Luna Wedler für ihre Rolle in dem emotionsgeladenen Drama „Dem Horizont so nah“ und Jan Bülow ausgezeichnet worden. Der Berliner Schauspieler geht gerade als Newcomer durch die Decke und wir auch vom Bayerischen Filmpreis für seine Rolle als junger Panikrocker Udo Lindenberg geehrt – in dem gerade angelaufenen Film „Lindenberg! Mach Dein Ding“.


Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten
Heiner Lauterbach erhielt den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Der Kölner Schauspieler, der mit der Komödie „Männer“ berühmt wurde, hat bei insgesamt 200 Produktionen gespielt. „Männer“ gehört nicht zu seinen liebsten.
Die Preisträger des Bayerischen Filmpreises
Regie: Sherry Hormann „Nur eine Frau“
Nachwuchsregie: Alireza Golafshan für „Die Goldfische“
Dokumentarfilm: Janna Ji Wonders für die BR-Koproduktion „Walchensee Forever“

Drehbuch: Martin Busker und Fabian Hebestreit für das Buch zur Tragigkomödie „Zoros Solo“.
Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises: Regisseur Ed Herzog für seine Eberhofer-Verfilmung „Leberkäsjunkie“ mit Sebastian Bezzel, Lisa Maria Potthoff, Kerstin Schmidbauer, Rita Falk und Stefan Betz
Sonderpreis des Bayerischen Filmpreises: Regisseur Philipp Stölzl für sein Musical „Ich war noch niemals in New York“.
Bildgestaltung: Frank Lamm für die Siegfried Lenz-Adaption „Deutschstunde“
Kinderfilm: Jochen Laube und Fabian Maubach für „Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“
Filmmusik: Arash Safaian für die Musik zur BR-Koproduktion „Lara“
Produktion: Jonas und Jakob D. Weydemann für „Systemsprenger“, Lena Schömann für „Das perfekte Geheimnis“