30. Hessischer Film- und Kinopreis in Frankfurt


MAGAZIN DIE DIETRICH 19. Oktober 2019/Anuschka Wienerl
Die Dietrich war gestern beim 30. Hessischen Film-und Kinopreis von beginn bis zum schluss mit dabei .

Eine rauschende Partynacht bis in die frühen Morgenstunden..

Großer Promi- und Medienrummel am Freitagabend vor der Alten Oper in Frankfurt am Main: Bereits zum 30. Mal wurde hier der Hessische Film- und Kinopreise übergeben. Die Gästeliste war mit vielen bekannten Namen übersät. So waren Politiker wie Ministerpräsident Volker Bouffier oder Angela Dorn auf dem roten Teppich.
Auch viele Schauspieler wie Jannis Niewöhner, Radost Bokel ,Marleen Lohse
Schauspieler Jürgen Prochnow („Das Boot“) und David Bennent („Die Blechtrommel“) sowie die Schauspielerin Ursula Karven, die man unter anderem aus zahlreichen Krimi-Serien und Fernsehfilmen kennt.

Der Newcomerpreis der Kunstministerin ging an die Regisseurin und Drehbuchautorin Maryam Zaree für ihr Erstlingswerk „Born in Evin“. Darin erzählt die 36-Jährige die Geschichte ihrer Geburt in einem iranischen Gefängnis. „Mit ihrem Film gewährt sie Einblicke in persönliche Abgründe“, sagte Dorn. Durch die Anreicherung ihrer filmischen Spurensuche mit humorvollen und selbstironischen Sequenzen gelinge es der Autorin, die Balance zwischen tragischen und warmen Momenten zu schaffen.
Geschwistersaga bester Spielfilm . Als bester Spielfilm wurde „Bruder Schwester Herz“ von Tom Sommerlatte ausgezeichnet. Er erzählt die Geschichte eines Geschwisterpaares, das die Rinderzucht seines pflegebedürftigen Vaters weiterführt und auf der Suche nach dem eigenen Weg zunehmend unter persönliche Spannungen gerät.

Den Preis als bester Dokumentarfilm bekam „Why are we creative?“. Filmautor Hermann Vaske erzählt darin von seinem Projekt, bei dem er 30 Jahre lang bekannte Persönlichkeiten nach dem Ursprung ihrer Kreativität befragte.
Bading und Ochsenknecht bester Schauspielerin und Schauspieler-

Mit dem Hessischen Fernsehpreis als beste Schauspielerin wurde Emma Bading für ihre Rolle in dem Film „Play“ geehrt. Sie verkörpert darin eine Jugendliche, die sich in ihrer Einsamkeit in der Welt eines Computerspiels verliert und mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert.

Den Hessischen Fernsehpreis als bester Schauspieler bekam Uwe Ochsenknecht für seine Rolle in dem Sechsteiler „Laubaule & Erben“ nach einer Idee von Harald Schmidt. Darin spielt Ochsenknecht den Erben eines Zeitungsimperiums, eine Welt, zu der er bislang keinerlei Bezug hatte und in der er sich gegen Intrigen und Veränderungsdruck behaupten muss.
Sonderpreis für Starregisseurin Caroline Link
Einen Sonderpreis erhielt die in Bad Nauheim geborene Oscar-Preisträgerin Caroline Link. Die Starregisseurin („Nirgendwo in Afrika“) wurde für ihre Verfilmung der Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling geehrt. Der Film schaffe eine berührende Nostalgie, die aber nie kitschig sei und stets den richtigen Ton treffe, urteilte die Jury.

Mit den Kinokulturpreisen werden außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement von gewerblichen und nicht gewerblichen Kinos honoriert. Der Hessische Fernsehpreis wird im Rahmen des Hessischen Film- und Kinopreises vom Hessischen Rundfunk in den Kategorien „Beste Schauspielerin“ und „Bester Schauspieler“ verliehen.
„Es war ein großartiger Abend mit vielen spannenden Eindrücken und interessanten Gesprächen“, sagte die hessische Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) als Gastgeberin, die im grünen Abendkleid erschienen war. „Wir haben heute die harte Arbeit und die Leidenschaft gewürdigt, mit der sich Menschen jeden Tag für den Film und das Kino engagieren.“